Flüchtlingsarbeit im Kirchenkreis

Die Evangelische Stiftung an Nahe und Glan bittet um Ihre Mithilfe für die Flüchtlingsarbeit im Kirchenkreis An Nahe und Glan

Weltweit sind mehr als 50 Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg, Terror und politischer Verfolgung. Ihre Not kennt keine Grenzen – und sie lassen sich auch nicht durch militärische Maßnahmen der EU im Mittelmeer stoppen.

In diesem Jahr erwarten wir im Landkreis Bad Kreuznach 750 neue Flüchtlinge, das ist mehr als sieben Mal so viel wie vor drei Jahren. Die Flüchtlinge kommen vor allem aus Syrien, Eritrea, Somalia, Afghanistan, dem Iran und dem Irak, viele aber auch aus Serbien, dem Kosovo und Mazedonien, wo sie vor sozialem Elend und rassistischer Verfolgung fliehen. Für diese neu ankommenden Flüchtlinge setzt sich das Ausländerpfarramt des Kirchenkreises An Nahe und Glan seit vielen Jahren ein, bietet Beratung und Hilfe, organisiert Deutschkurse, hilft bei der Integration, bei der medizinischen Versorgung und vermittelt Wohnraum und Arbeit.

Überall im Landkreis finden sich jetzt Menschen, die spontan neu ankommenden Flüchtlingen beistehen und sie in unserer Mitte willkommen heißen. Diese Welle der Hilfsbereitschaft ist überwältigend und macht Mut. Aber auch diese Ehrenamtlichen brauchen Unterstützung und Fortbildung, um ihren Alltag mit den Flüchtlingen zu bewältigen. An seine Grenzen kommt nun das Team des Ausländerpfarramts, denn die vielfältigen Aufgaben sind kaum noch zu bewältigen. Dringend benötigt das Ausländerpfarramt personelle Verstärkung, um die steigende Anzahl der Flüchtlinge zu bewältigen und die vielen neu engagierten ehrenamtlichen Mitarbeitenden zu begleiten und für ihr Engagement fortzubilden. Ebenso braucht es mehr Geld für weitere Deutschkurse und andere Maßnahmen, die den Flüchtlingen helfen, hier in unserer Region ein neues Leben zu beginnen. Die Evangelische Stiftung An Nahe und Glan ruft daher zu einer Spendenaktion auf, um die Arbeit des Ausländerpfarramtes, d. h. die „Hilfe für Flüchtlingsarbeit“ zu unterstützen.

Ihre Spenden richten Sie bitte an die

Evangelische Stiftung An Nahe und Glan
Stichwort „Hilfe für Flüchtlingsarbeit“
Stadtsparkasse Rhein-Nahe
Konto-Nummer 17057183
BLZ 56050180

Wir danken Ihnen für Ihre Hilfe und erstellen Ihnen gerne eine Spendenquittung.

Kirchenkreis-Stiftung unterstützt Jugend-Filmprojekt

Erste Ausschüttung von Erträgen für Jugendarbeit, Kindergärten und Ausstellung
Bericht von Marion Unger

Bad Kreuznach. Ein Filmprojekt der evangelischen Jugend, die Kindertagesstätten im Kirchenkreis und die Ausstellung „Zukunftsfähiges Deutschland“ der Aktion „Brot für die Welt“ erhalten finanzielle Unterstützung durch die Evangelische Stiftung An Nahe und Glan. Die Mittel werden zum ersten Mal ausgeschüttet und stammen aus Stiftungserträgen. (Link zum Bericht der AZ Bad Kreuznach vom 19.12.12 PDF)

„An einem Tag der Freude“, so Superintendent Marcus Harke, konnten erstmalig Erträge der Kirchenkreis-Stiftung ausgeschüttet werden. Kuratoriumsvorsitzender Peter Dietz, Heike Eißing und Uwe Braun übergaben die Zuwendungen an drei Projekte. „Die Auswahl ist außerordentlich schwer gefallen, betonte Superintendent Harke.

Unter dem Titel „Schritte ins Ungewisse“ zeichnet ein Team von 17 Jugendlichen und Betreuern derzeit die Lebensstationen von Heinz Hesdörffer nach. Der heute über 90-Jährige aus Bad Kreuznach hat den Holocaust überlebt und teilt seine Erlebnisse unter dem nationalsozialistischen Terrorregime mit Jugendlichen. Junge Leute aus dem Jugendcafé Kirn und dem Ökumenischen Kinder- und Jugendhaus in Bad Kreuznach-Winzenheim haben Hesdörffer zusammen mit den Jugendreferenten Stephanie Otto und Günter Kistner sowie mit Diakon Andreas Duhrmann und Jutta Behn auf einer Reise zu seinen Lebensstationen begleitet und dabei gefilmt. Der Weg führte sie unter anderem in die ehemaligen Konzentrationslager Westerbork und Sachsenhausen sowie nach Theresienstadt.

Begleitet von dem Filmemacher Markus Kiefer recherchierten die Jugendlichen an allen Orten und sind jetzt dabei, das Filmmaterial zu sichten und aufzubereiten. „Es soll ein Film von Jugendlichen für Jugendliche entstehen“, erläutert Stephanie Otto. Die Premiere im Sommer 2013 ist in einem Bad Kreuznacher Kino geplant. Danach wird der Streifen Jugend- und Konfirmandengruppen angeboten als Bericht eines Betroffenen der Judenverfolgung durch die Nationalsozialisten. „Es gibt nicht mehr viele Zeitzeugen dieser Periode“, erklärt Andreas Duhrmann. „Darum nehmen wir die Chance wahr, einen von ihnen in einem professionell gedrehten Film zu Wort kommen zu lassen.“ Die Stiftung belohnte die trotz schulischer Belastung anhaltende Beständigkeit der jungen Leute mit einem Zuschuss in Höhe von 2000 Euro.

Die Evangelische Stiftung An Nahe und Glan unterstützt eine Jugend-Filmprojekt mit 2 000 Euro aus ihren Erträgen. Von links: Uwe Braun, Heike Eißing, Supterintendent Marcus Harke, Peter Dietz, Stephanie Otto, Nicole Freudenberger, Günter Kistner, Nina Butzbach, Andreas Duhrmann, Marcel Glöckner und Jutta Behn.

Die Evangelische Stiftung An Nahe und Glan unterstützt eine Jugend-Filmprojekt mit 2 000 Euro aus ihren Erträgen. Von links: Uwe Braun, Heike Eißing, Supterintendent Marcus Harke, Peter Dietz, Stephanie Otto, Nicole Freudenberger, Günter Kistner, Nina Butzbach, Andreas Duhrmann, Marcel Glöckner und Jutta Behn.

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